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U-Wert-Rechner

Formular 140 · MaterialaufstellungWerte geprüft am 04.09.2026
Metrisch
Menge · Betrag
  1. 01Innerer Übergangswiderstand RsiDIN EN ISO 6946, Wärmestrom waagerecht0,130 m²·K/W
  2. 02Gipsputz, 15 mm15 mm ÷ λ 0,7 W/(m·K), nach DIN 4108‑4 (Putzmörtel aus Gips, Kalkgips 1 400 kg/m³; KS Tafel 3)0,021 m²·K/W
  3. 03Vollziegel 1 800 kg/m³, 240 mm240 mm ÷ λ 0,81 W/(m·K), nach DIN 4108‑40,296 m²·K/W
  4. 04EPS 035, 140 mm140 mm ÷ λ 0,035 W/(m·K), nach Bemessungswert WLS 035; DIBt Z-33.47-9984,000 m²·K/W
  5. 05Kalkzementputz, 10 mm10 mm ÷ λ 1 W/(m·K), nach DIN 4108‑4 (Putzmörtel aus Kalk, Kalkzement 1 800 kg/m³; KS Tafel 3)0,010 m²·K/W
  6. 06Äußerer Übergangswiderstand RseDIN EN ISO 69460,040 m²·K/W
  7. 07Wärmedurchgangswiderstand RTRsi + Σ d/λ + Rse4,498 m²·K/W
  8. 08U-Wert Außenwand1 ÷ RT0,22 W/(m²·K)
  • GEG Anlage 7 (Höchstwert bei Änderung im Bestand, Außenwand): 0,24 W/(m²·K). Ihr Bauteil erfüllt ihn mit 0,22 W/(m²·K).
  • Referenzgebäude Neubau (GEG Anlage 1): 0,28 W/(m²·K); die BEG-Förderung (Einzelmaßnahme, BAFA) verlangt 0,20 W/(m²·K).
  • Temperaturverlauf bei 20 °C innen und -5 °C außen (Randbedingungen des Nachweises nach DIN 4108‑2): Oberfläche innen 19,3 °C, nach Gipsputz 19,2 °C, nach Vollziegel 1 800 kg/m³ 17,5 °C, nach EPS 035 -4,7 °C, nach Kalkzementputz -4,8 °C.
  • Innenoberfläche 18,6 °C (mit Rsi 0,25): über den 12,6 °C, die DIN 4108‑2 gegen Schimmel verlangt (fRsi ≥ 0,70), und über dem Taupunkt 9,3 °C der Raumluft bei 20 °C und 50 % Feuchte. Tauwasser im Bauteil prüft erst das Glaser-Verfahren nach DIN 4108‑3.
  • Aufbau 405 mm gesamt. Befestiger, Luftschichten und Wärmebrücken an Anschlüssen sind nicht enthalten; für den Nachweis gilt die Berechnung nach DIN 4108 durch den Energieberater.
Woher die Werte stammen
  • Rechenweg nach DIN EN ISO 6946: U = 1 ÷ (Rsi + Σ d/λ + Rse). Übergangswiderstände Rsi/Rse 0,13/0,04 m²·K/W für Außenwände (Wärmestrom waagerecht), 0,10/0,04 für Dächer und oberste Geschossdecken (aufwärts), 0,17 innen und 0 außen für die Bodenplatte gegen Erdreich, 0,17 beidseitig für die Kellerdecke zum unbeheizten Keller (Tabelle 7 der Norm; Tafel 7 im Kalksandstein-Planungshandbuch, Kapitel 10, Stand 01/2018).
  • Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit λ für Putze, Mauerwerk, Holz und Gipskarton nach DIN 4108‑4, Stahlbeton nach DIN EN ISO 10456; für Dämmstoffe der Bemessungswert der Wärmeleitstufe (WLS 035 = 0,035 W/(m·K)) aus Zulassung oder Leistungserklärung des Produkts. Die λ-Tabelle weiter unten nennt zu jedem Wert die Quelle.
  • Vergleichswerte, geprüft am 10.10.2026 auf gesetze-im-internet.de: GEG Anlage 7 (Höchstwerte bei Änderung an bestehenden Gebäuden): Außenwand 0,24, Dach und oberste Geschossdecke 0,24, Decken und Wände gegen Erdreich oder unbeheizte Räume 0,30 W/(m²·K). GEG Anlage 1 (Referenzgebäude Neubau): Außenwand 0,28, Dach 0,20, Bodenplatte und Decken zu unbeheizten Räumen 0,35. Das Gesetz heißt seit der Änderung vom 23. Juli 2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG); Anlage 7 gehört jetzt zu § 36, die Werte sind unverändert.
  • BEG-Förderung (Einzelmaßnahme Gebäudehülle, Anlage Technische Mindestanforderungen zur Richtlinie BEG EM, BAnz AT 29.12.2023 B1): Außenwand 0,20, Schrägdach, Flachdach und oberste Geschossdecke 0,14, Kellerdecke und Bodenplatte 0,25 W/(m²·K).
  • Inhomogene Schichten (Sparren, Lattung, Ständer): Holzanteil je Schicht in Prozent, gerechnet nach DIN EN ISO 6946 Abschnitt 6.2 als Mittel aus oberem Grenzwert (parallele Wärmewege, Flächenanteile als Produkt der Schichtanteile) und unterem Grenzwert (jede Schicht parallel, dann in Reihe), Holz mit λ 0,13 W/(m·K). Liegen beide Grenzwerte mehr als 50 % auseinander, verlangt die Norm eine numerische Rechnung nach DIN EN ISO 10211.
  • Temperaturverlauf und Oberflächentemperatur mit 20 °C innen und -5 °C außen, den Randbedingungen des Mindestwärmeschutzes nach DIN 4108‑2 (Innenoberfläche mindestens 12,6 °C, fRsi ≥ 0,70, mit Rsi 0,25 m²·K/W). Taupunkt der Raumluft nach der Magnus-Formel (20 °C, 50 % relative Feuchte: 9,3 °C). Tauwasser im Bauteilinneren prüft das Blatt nicht; das ist das Glaser-Verfahren nach DIN 4108‑3.
  • Befestiger, Luftschichten und Wärmebrücken an Anschlüssen sind nicht enthalten; der Nachweis nach GEG bleibt Sache des Energieberaters.

Wählen Sie das Bauteil, dann bis zu acht Schichten von innen nach außen mit Material und Dicke in Millimetern; 51 Stoffe stehen in der Liste, und „Eigener Wert“ nimmt den λ-Wert aus Ihrer Zulassung oder Leistungserklärung. Das Blatt rechnet den Wärmedurchlasswiderstand jeder Schicht, addiert die Übergangswiderstände nach DIN EN ISO 6946 und zeigt den U-Wert neben dem GEG-Höchstwert für die Sanierung, dem Referenzwert für den Neubau und der Anforderung der BEG-Förderung. Ein Ziel-U-Wert rechnet rückwärts: Sie wählen GEG, BEG, Neubau oder eine eigene Zahl, und das Blatt nennt die Dicke, die die Dämmlage dafür braucht. Für Sparrendächer und Holzständerwände tragen Sie den Holzanteil der Dämmebene ein; das Blatt rechnet dann nach dem Verfahren für inhomogene Bauteile mit oberem und unterem Grenzwert. Die Vorgabe ist eine verputzte Ziegelwand mit 14 cm EPS-Dämmung; Dach, Flachdach, oberste Geschossdecke, Kellerdecke, Bodenplatte, erdberührte Wand, hinterlüftete Fassade und Decke gegen Außenluft stehen als eigene Bauteile mit ihren Übergangswiderständen bereit. Der Rechner ist kostenlos, braucht keine Anmeldung, und die Eingaben bleiben im Browser. Unter den Beispielen finden Sie je Bauteil den gesetzlichen Höchstwert, einen typischen Aufbau und die Dämmstärke, die ihn erreicht, dazu die Förderwerte der BEG und eine λ-Tabelle mit Quellen.

Rechenbeispiele

Vollziegel 24 cm mit 14 cm EPS 035
0,22 W/(m²·K) – U-Wert Außenwand.
Ziegelwand 24 cm mit 16 cm Mineralwolle 035
0,20 W/(m²·K) – U-Wert Außenwand.
Ungedämmte Ziegelwand 36,5 cm, beidseitig verputzt
1,53 W/(m²·K) – U-Wert Außenwand.
Sparrendach mit 20 cm Mineralwolle und Gipskarton
0,16 W/(m²·K) – U-Wert Dach / oberste Geschossdecke.
Kellerdecke 18 cm Stahlbeton mit 8 cm PUR/PIR 023
0,26 W/(m²·K) – U-Wert Kellerdecke, Keller unbeheizt.
Bodenplatte 20 cm Stahlbeton mit 12 cm EPS 035
0,27 W/(m²·K) – U-Wert Bodenplatte gegen Erdreich.

So wird gerechnet

R jeder Schicht = Dicke in Metern ÷ λ in W/(m·K). RT = Rsi + Σ R + Rse (Übergangswiderstände nach DIN EN ISO 6946 für das gewählte Bauteil). U = 1 ÷ RT in W/(m²·K). Vergleich mit dem GEG-Höchstwert bei Änderung im Bestand (Anlage 7), dem Referenzgebäude (Anlage 1) und der BEG-Förderung.

Die Werte dahinter

  • Rechenweg nach DIN EN ISO 6946: U = 1 ÷ (Rsi + Σ d/λ + Rse). Übergangswiderstände Rsi/Rse 0,13/0,04 m²·K/W für Außenwände (Wärmestrom waagerecht), 0,10/0,04 für Dächer und oberste Geschossdecken (aufwärts), 0,17 innen und 0 außen für die Bodenplatte gegen Erdreich, 0,17 beidseitig für die Kellerdecke zum unbeheizten Keller (Tabelle 7 der Norm; Tafel 7 im Kalksandstein-Planungshandbuch, Kapitel 10, Stand 01/2018).
  • Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit λ für Putze, Mauerwerk, Holz und Gipskarton nach DIN 4108‑4, Stahlbeton nach DIN EN ISO 10456; für Dämmstoffe der Bemessungswert der Wärmeleitstufe (WLS 035 = 0,035 W/(m·K)) aus Zulassung oder Leistungserklärung des Produkts. Die λ-Tabelle weiter unten nennt zu jedem Wert die Quelle.
  • Vergleichswerte, geprüft am 10.10.2026 auf gesetze-im-internet.de: GEG Anlage 7 (Höchstwerte bei Änderung an bestehenden Gebäuden): Außenwand 0,24, Dach und oberste Geschossdecke 0,24, Decken und Wände gegen Erdreich oder unbeheizte Räume 0,30 W/(m²·K). GEG Anlage 1 (Referenzgebäude Neubau): Außenwand 0,28, Dach 0,20, Bodenplatte und Decken zu unbeheizten Räumen 0,35. Das Gesetz heißt seit der Änderung vom 23. Juli 2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG); Anlage 7 gehört jetzt zu § 36, die Werte sind unverändert.
  • BEG-Förderung (Einzelmaßnahme Gebäudehülle, Anlage Technische Mindestanforderungen zur Richtlinie BEG EM, BAnz AT 29.12.2023 B1): Außenwand 0,20, Schrägdach, Flachdach und oberste Geschossdecke 0,14, Kellerdecke und Bodenplatte 0,25 W/(m²·K).
  • Inhomogene Schichten (Sparren, Lattung, Ständer): Holzanteil je Schicht in Prozent, gerechnet nach DIN EN ISO 6946 Abschnitt 6.2 als Mittel aus oberem Grenzwert (parallele Wärmewege, Flächenanteile als Produkt der Schichtanteile) und unterem Grenzwert (jede Schicht parallel, dann in Reihe), Holz mit λ 0,13 W/(m·K). Liegen beide Grenzwerte mehr als 50 % auseinander, verlangt die Norm eine numerische Rechnung nach DIN EN ISO 10211.
  • Temperaturverlauf und Oberflächentemperatur mit 20 °C innen und -5 °C außen, den Randbedingungen des Mindestwärmeschutzes nach DIN 4108‑2 (Innenoberfläche mindestens 12,6 °C, fRsi ≥ 0,70, mit Rsi 0,25 m²·K/W). Taupunkt der Raumluft nach der Magnus-Formel (20 °C, 50 % relative Feuchte: 9,3 °C). Tauwasser im Bauteilinneren prüft das Blatt nicht; das ist das Glaser-Verfahren nach DIN 4108‑3.
  • Befestiger, Luftschichten und Wärmebrücken an Anschlüssen sind nicht enthalten; der Nachweis nach GEG bleibt Sache des Energieberaters.

Alle Werte sind Schätzungen. Baustoffe schwanken mit Feuchte, Verdichtung und Produkt; bestellen Sie etwas mehr und lassen Sie die Menge vom Händler bestätigen.

Außenwand: Höchstwert, Wandaufbau, Dämmstärke

Wer eine bestehende Außenwand dämmt, neu verputzt oder bekleidet, muss nach GEG Anlage 7 (Zeilen 1a und 1b) auf höchstens 0,24 W/(m²·K) kommen. Das Gesetz heißt seit der Änderung vom 23. Juli 2026 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), die Anlage 7 gehört jetzt zu § 36 statt § 48; die Zahlen sind geblieben. Ist die Dämmstärke aus technischen Gründen begrenzt, gilt die Anforderung als erfüllt, wenn die höchstmögliche Dicke mit einem Bemessungswert λ ≤ 0,035 W/(m·K) eingebaut wird; bei Einblasdämmung oder Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen gelten 0,045 (Fußnote 1).

Gerechnet wird mit Rsi 0,13 und Rse 0,04 m²·K/W, dem Wärmestrom waagerecht. Eine 24-cm-Vollziegelwand mit 15 mm Gipsputz innen und 10 mm Kalkzementputz außen bringt selbst nur rund 0,33 m²·K/W; fast der ganze Widerstand kommt aus der Dämmlage, und dort zählt d ÷ λ. Die vier Läufe zeigen die Spanne vom Altbau bis zur Förderschwelle, jeder Lauf öffnet das Blatt mit seinen Zahlen.

Ziel U-WertEPS oder Mineralwolle 035EPS 032 (grau)Holzfaser 045
0,24 (GEG Anlage 7)13 cm12 cm17 cm
0,20 (BEG-Förderung)16 cm15 cm21 cm
0,1522 cm20 cm28 cm
0,14 (Dach-Förderwert)24 cm22 cm30 cm

Dämmstärke auf den nächsten Zentimeter aufgerundet, für die 24-cm-Vollziegelwand (λ 0,81) mit 15 mm Gipsputz und 10 mm Kalkzementputz, homogen nach DIN EN ISO 6946 mit diesem Rechner. Eine 17,5-cm-Kalksandsteinwand braucht bis zu 1 cm mehr, eine 36,5-cm-Ziegelwand etwa gleich viel.

Vollziegel 24 cm, 14 cm EPS 035 (Vorgabe)
0,22 W/(m²·K) erfüllt den GEG-Höchstwert 0,24, verfehlt die BEG-Anforderung 0,20.
Vollziegel 24 cm, 16 cm Mineralwolle 035
0,20 W/(m²·K) trifft die BEG-Anforderung 0,20 für die Förderung.
Kalksandstein 17,5 cm, 14 cm EPS 035
0,23 W/(m²·K) knapp unter dem Höchstwert 0,24; mit 13 cm läge die Wand darüber, 14 cm sind hier das Minimum.
Vollziegel 36,5 cm ungedämmt, beidseitig Putz
1,53 W/(m²·K) mehr als das Sechsfache des Höchstwerts; so rechnet der Altbau vor der Sanierung.

Quellen: GEG Anlage 7, Höchstwerte bei Änderung an bestehenden Gebäuden (gesetze-im-internet.de) (geprüft am 10.10.2026); Kalksandstein-Planungshandbuch Kapitel 10, Tafel 7: Wärmeübergangswiderstände nach DIN EN ISO 6946 (geprüft am 10.10.2026).

Dach: Steildach und oberste Geschossdecke

Für Dachflächen gegen Außenluft und für oberste Geschossdecken gegen unbeheizte Dachräume gilt nach GEG Anlage 7 (Zeilen 5a und 5b) derselbe Höchstwert von 0,24 W/(m²·K), einschließlich Dachgauben und Abseitenwänden. Wird bei einem Flachdach nur die Abdichtung erneuert, sind es 0,20 (Zeile 5c). Die BEG-Förderung geht deutlich weiter: 0,14 für Schrägdächer mit Kehlbalkenlagen, für Flachdächer und für oberste Geschossdecken, 0,20 für Dachgauben.

Gerechnet wird mit Rsi 0,10 und Rse 0,04, dem Wärmestrom aufwärts. Beim Sparrendach liegt die Dämmung zwischen Holz: dieser Sparrenanteil hebt den U-Wert an und muss im Nachweis nach DIN EN ISO 6946 Abschnitt 6.2 für inhomogene Bauteile eingerechnet werden, so verlangen es auch die technischen FAQ zur BEG. Tragen Sie deshalb bei der Dämmschicht den Holzanteil ein (Sparrenbreite durch Sparrenabstand); das Blatt rechnet dann oberen und unteren Grenzwert und nimmt das Mittel. Der vierte Lauf zeigt, was 12 % Sparren aus 20 cm Mineralwolle machen.

Sparrendach, 20 cm Mineralwolle 035, Gipskarton
0,16 W/(m²·K) unter dem GEG-Wert 0,24, aber über der BEG-Anforderung 0,14, und noch ohne Sparrenanteil.
Sparrendach, 24 cm Mineralwolle 035
0,14 W/(m²·K) erreicht 0,14 für die Förderung, in der Praxis als Zwischen- plus Aufsparrendämmung.
Oberste Geschossdecke, 16 cm Stahlbeton, 20 cm Mineralwolle 035
0,17 W/(m²·K) erfüllt den GEG-Wert; für 0,14 sind 25 cm nötig, mit EPS 032 23 cm.
Oberste Geschossdecke ungedämmt, 16 cm Stahlbeton
4,55 W/(m²·K) so verliert der ungedämmte Dachboden; schon 14 cm WLS 035 bringen ihn auf 0,24.
Sparrendach, 20 cm Mineralwolle 035 mit 12 % Sparrenanteil
0,21 W/(m²·K) statt 0,16 ohne Holz: die Sparren kosten rund ein Viertel der Dämmwirkung, gerechnet nach DIN EN ISO 6946 Abschnitt 6.2 mit angenommenen 12 % Holzanteil.
Sparrendach mit 12 % Sparren, Ziel BEG 0,14
0,21 W/(m²·K) zeigt als letzte Zeile die Dicke, die Schicht 2 mit Sparren für die Förderung braucht; ohne Holz reichen 25 cm.

Quellen: GEG Anlage 7, Zeilen 5a bis 5c (gesetze-im-internet.de) (geprüft am 10.10.2026); Richtlinie BEG EM, Anlage Technische Mindestanforderungen, BAnz AT 29.12.2023 B1 (geprüft am 10.10.2026); BAFA/KfW: Liste der technischen FAQ BEG EM, Version 7.0 vom 01.06.2026 (geprüft am 10.10.2026).

Kellerdecke und Bodenplatte

Decken, die beheizte Räume nach unten gegen Erdreich oder unbeheizte Räume abgrenzen, und Wände gegen Erdreich oder unbeheizte Räume dürfen nach GEG Anlage 7 (Zeilen 6a und 6b) höchstens 0,30 W/(m²·K) haben. Wer nur den Fußbodenaufbau auf der warmen Seite erneuert, muss 0,50 erreichen (Zeile 6c); eine Decke nach unten gegen Außenluft 0,24 (Zeile 6d). Die BEG-Förderung verlangt für Kellerdecken, Wände gegen Erdreich und Bodenflächen gegen Erdreich 0,25.

Zwei Rechenfälle: Die Kellerdecke zum unbeheizten Keller rechnet mit dem Wärmestrom abwärts und auf beiden Seiten mit dem inneren Übergangswiderstand 0,17 m²·K/W, weil auch der Keller ein Raum ist (DIN EN ISO 6946; Tafel 7 des Kalksandstein-Planungshandbuchs, Zeile 8). Die Bodenplatte gegen Erdreich rechnet innen 0,17 und außen 0, weil das Erdreich keinen Übergangswiderstand hat. Beide stehen im Blatt als eigenes Bauteil mit ihren Vergleichswerten.

Kellerdecke, 18 cm Stahlbeton, 8 cm PUR/PIR 023
0,26 W/(m²·K) erfüllt den GEG-Wert 0,30; für die Förderung (0,25) fehlt 1 cm.
Kellerdecke, 18 cm Stahlbeton, 10 cm EPS 035
0,31 W/(m²·K) verfehlt 0,30 knapp; 11 cm reichen für den GEG-Wert, 13 cm für die Förderung.
Kellerdecke ungedämmt, 18 cm Stahlbeton
2,39 W/(m²·K) ohne Dämmung: das Achtfache des Höchstwerts.
Bodenplatte, 20 cm Stahlbeton, 12 cm EPS 035
0,27 W/(m²·K) erfüllt 0,30; für 0,25 sind 14 cm nötig. Unter der Platte liegt in der Praxis XPS-Perimeterdämmung (WLS 035 bis 040), die gleich gerechnet wird.

Quellen: GEG Anlage 7, Zeilen 6a bis 6e (gesetze-im-internet.de) (geprüft am 10.10.2026); Richtlinie BEG EM, Anlage Technische Mindestanforderungen, BAnz AT 29.12.2023 B1 (geprüft am 10.10.2026); Kalksandstein-Planungshandbuch Kapitel 10, Tafel 7, Zeilen 8 und 10 (geprüft am 10.10.2026).

Fenster: Uw statt Schichtrechnung

Für Fenster und Fenstertüren gilt nach GEG Anlage 7 Zeile 2a ein Uw von höchstens 1,3 W/(m²·K), für Dachflächenfenster 1,4 (Zeile 2b); wird nur die Verglasung getauscht, gilt für das Glas Ug 1,1 (Zeile 2c). Die BEG-Förderung verlangt Uw 0,95 für Fenster, Balkon- und Terrassentüren und 1,0 für Dachflächenfenster. Ein Fenster lässt sich nicht aus Schichten rechnen: der Uw-Wert kommt aus der Leistungserklärung des Herstellers und fasst Glas, Rahmen und Randverbund zusammen. Dieses Blatt rechnet deshalb nur opake Bauteile; für Fenster lesen Sie den Uw vom Datenblatt ab und vergleichen ihn mit diesen Werten.

Quellen: GEG Anlage 7, Zeilen 2a bis 2c (gesetze-im-internet.de) (geprüft am 10.10.2026); Richtlinie BEG EM, Anlage Technische Mindestanforderungen, BAnz AT 29.12.2023 B1 (geprüft am 10.10.2026).

KfW, BAFA und BEG: U-Werte für die Förderung

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle mit einem Zuschuss von 15 % der förderfähigen Ausgaben, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP-Bonus) 20 %; förderfähig sind bis 30 000 Euro je Wohneinheit und Jahr, mit iSFP 60 000 Euro. Durchführer sind KfW und BAFA; Dämmung, Fenster und Türen laufen über das BAFA. Wer nach einem U-Wert-Rechner KfW sucht, meint fast immer die Anlage Technische Mindestanforderungen (TMA) zur Richtlinie BEG EM: Sie nennt je Bauteil einen Höchstwert, der unter dem des GEG liegt, und ein Energieeffizienz-Experte bestätigt ihn. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt sein.

Die Tabelle stellt die drei Maßstäbe nebeneinander: den gesetzlichen Höchstwert bei Sanierung, die Förderschwelle und den Wert, mit dem das Referenzgebäude im Neubau rechnet. Das Blatt zeigt alle drei unter dem Ergebnis.

BauteilGEG Anlage 7 (Sanierung)BEG EM (Förderung)Referenzgebäude Neubau
Außenwand0,240,200,28
Schrägdach, Flachdach0,24 (nur Abdichtung erneuert: 0,20)0,140,20
Oberste Geschossdecke0,240,140,20
Dachgauben0,240,200,20
Kellerdecke, Wände zu unbeheizten Räumen0,300,250,35
Bodenplatte, Wände gegen Erdreich0,300,250,35
Decke nach unten gegen Außenluft0,240,200,28
Fenster, Fenstertüren (Uw)1,30,951,3
Dachflächenfenster (Uw)1,41,01,4
Außentüren1,81,31,8
Kerndämmung, Einblasdämmungλ ≤ 0,045 bei begrenzter Dickeλ ≤ 0,035ohne Vorgabe

Alle Werte in W/(m²·K) für Wohngebäude, Kerndämmung in W/(m·K); Zonen von Nichtwohngebäuden mit 12 bis 19 °C haben eigene, höhere Werte. GEG aus Anlage 7 und Anlage 1 (gesetze-im-internet.de), BEG aus der Anlage TMA zur Richtlinie vom 29. Dezember 2023; alles geprüft am 10.10.2026.

Quellen: Richtlinie BEG EM mit Anlage Technische Mindestanforderungen, BAnz AT 29.12.2023 B1 (geprüft am 10.10.2026); BAFA: Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle (geprüft am 10.10.2026); GEG Anlage 1, Referenzgebäude Wohngebäude (gesetze-im-internet.de) (geprüft am 10.10.2026); GEG Anlage 7 (gesetze-im-internet.de) (geprüft am 10.10.2026).

Typische Fehler und Sonderfälle

Die meisten falschen U-Werte entstehen nicht in der Formel, sondern davor: in der Einheit, im Übergangswiderstand oder in der Wahl des λ-Werts. Diese Liste nennt die Fälle, die das Blatt abfängt, und die, die es nicht abfangen kann.

  • Zentimeter statt Meter: R = d ÷ λ verlangt die Dicke in Metern. 14 cm EPS sind 0,14 ÷ 0,035 = 4,0 m²·K/W, nicht 14 ÷ 0,035. Das Blatt nimmt Millimeter und rechnet selbst um.
  • Vergessene Übergangswiderstände: Ohne Rsi und Rse fehlen bei einer Außenwand 0,17 m²·K/W. Bei einer gut gedämmten Wand ist das wenig, bei einer ungedämmten 36,5-cm-Ziegelwand ein Drittel des ganzen Widerstands.
  • Falsches Rsi für das Bauteil: Dach 0,10, Wand 0,13, Boden 0,17; gegen Erdreich ist Rse null, gegen einen unbeheizten Raum gilt beidseitig Rsi. Das Blatt setzt die Werte mit dem Bauteil.
  • Nennwert statt Bemessungswert: Die CE-Kennzeichnung nennt λD (zum Beispiel 0,034), der Nachweis rechnet mit dem Bemessungswert λB (0,035). Der Unterschied ist klein, aber der Energieberater nimmt den höheren.
  • Sparren und Lattung vergessen: 12 % Holz in 20 cm Mineralwolle heben den U-Wert des Dachs von 0,16 auf 0,21. Tragen Sie den Holzanteil der Dämmebene ein, sonst rechnet das Blatt homogen.
  • Wärmebrücken an Anschlüssen: Fensterlaibungen, Deckenstirnen, Balkonplatten und Dübel erhöhen den Wärmeverlust über den flächigen U-Wert hinaus. Das GEG rechnet sie über den pauschalen Zuschlag ΔUWB = 0,05 W/(m²·K) (Anlage 1, Zeile 2) oder nach DIN 4108 Beiblatt 2 ein; kein Schichtrechner bildet sie ab.
  • Innendämmung und Feuchteschutz: Eine Dämmung auf der warmen Seite senkt die Temperatur des alten Mauerwerks und kann Tauwasser im Bauteil erzeugen. Der Temperaturverlauf unter dem Ergebnis zeigt, wo der Nullpunkt liegt; ob Tauwasser ausfällt, sagt erst das Glaser-Verfahren nach DIN 4108‑3 oder eine hygrothermische Simulation.
  • Schimmelkriterium: DIN 4108‑2 verlangt an der Innenoberfläche mindestens 12,6 °C bei 20 °C innen und -5 °C außen (fRsi ≥ 0,70). Eine ungedämmte 36,5-cm-Ziegelwand kommt auf 11,9 °C und liegt darunter; das Blatt warnt dann.
  • Luftschichten und Hinterlüftung: Eine ruhende Luftschicht hat einen eigenen Widerstand, eine stark belüftete zählt nicht, und dahinter gilt Rsi statt Rse (Bauteil „hinterlüftete Fassade“). Das Blatt kennt keine Luftschicht als Material; lassen Sie sie weg oder nehmen Sie den Wert aus DIN EN ISO 6946 Tabelle 8 als eigenen Stoff.

Quellen: GEG Anlage 1, Zeile 2: Wärmebrückenzuschlag ΔUWB = 0,05 W/(m²·K) (gesetze-im-internet.de) (geprüft am 10.10.2026); Kalksandstein-Planungshandbuch Kapitel 10, Tafel 7 (Rsi/Rse je Bauteil) und Abschnitt 3.9 (geprüft am 10.10.2026); BAFA/KfW: Liste der technischen FAQ BEG EM, Version 7.0 (Sparrenanteil nach DIN EN ISO 6946 Abschnitt 6.2) (geprüft am 10.10.2026).

λ-Werte: Dämmstoffe und Baustoffe

Der U-Wert hängt an der Wärmeleitfähigkeit λ jeder Schicht. Gerechnet wird mit dem Bemessungswert λB, nicht mit dem Nennwert λD der CE-Kennzeichnung: der Bemessungswert liegt oft eine Stufe höher, weil er Feuchte und Alterung einrechnet; aus Steinwolle mit Nennwert 0,034 wird so die WLS 035, aus PIR mit 0,022 die WLS 023. Massive Baustoffe stehen mit ihren Bemessungswerten in DIN 4108‑4, Dämmstoffe in der Zulassung oder Leistungserklärung des Produkts. Das Blatt führt 51 Stoffe aus denselben Quellen; wo Ihr Produkt besser ist, wählen Sie „Eigener Wert“ und tragen den Bemessungswert aus Zulassung oder Leistungserklärung ein. Die Tabelle zeigt die gebräuchlichsten.

Stoffλ in W/(m·K)Grundlage
Mineralwolle (Stein-, Glaswolle)0,032 bis 0,035Bemessungswerte marktüblicher Produkte (KS-Planungshandbuch Tafel 3); ROCKWOOL Fixrock 035: λB 0,035, λD 0,034
EPS (Styropor), weiß oder grau0,032 bis 0,035DIBt-Zulassung Z-33.47-998: EPS 035 WDV 0,035, EPS 032 WDV grau 0,032
PUR/PIR-Hartschaum0,022 bis 0,030KS Tafel 3; BACHL PUR/PIR Alu: Bemessungswert 0,023, Nennwert 0,022
XPS (Perimeterdämmung)0,035 bis 0,040KS Tafel 3 nach DIN 4108‑4
Holzfaserdämmplatte0,039 bis 0,045KS Tafel 3; STEICOtop: Nennwert 0,040, Bemessungswert DE 0,042
Vollziegel 1 800 kg/m³0,81DIN 4108‑4
Wärmedämmziegel (Poroton u. ä.)0,07 bis 0,12Zulassungswert je Produkt; Poroton Plan-T12: 0,12
Kalksandstein 1 800 kg/m³0,99DIN 4108‑4; KS Tafel 3 (1 400 kg/m³: 0,70); Übungsblatt Uni Wuppertal
Porenbeton 500 kg/m³0,16DIN 4108‑4; 600 kg/m³: 0,19 (Uni Wuppertal); Planblock PP2-0,35: 0,09 (Ytong-Datenblatt)
Stahlbeton, 1 % Bewehrung2,3DIN EN ISO 10456 (KS Tafel 3); 2 % Bewehrung 2,5
Gipsputz (Putzmörtel aus Gips, Kalkgips)0,70DIN 4108‑4 (KS Tafel 3); Gipsputz ohne Zuschlag 0,51
Kalkzementputz1,0DIN 4108‑4 (KS Tafel 3, Putzmörtel aus Kalk, Kalkzement 1 800 kg/m³)
Nadelholz, Konstruktionsholz0,13DIN 4108‑4 (KS Tafel 3, 500 kg/m³)
Gipskartonplatte0,25DIN 4108‑4
OSB, Spanplatte0,13DIN 4108‑4 (KS Tafel 3: OSB 0,13, Spanplatte 0,14)

Bemessungswerte in W/(m·K), alle Quellen gelesen am 10.10.2026. DIN 4108‑4 selbst ist kostenpflichtig; die Werte sind über Tafel 3 des Kalksandstein-Planungshandbuchs (nach DIN 4108‑4 und DIN EN ISO 10456) und ein Übungsblatt der Universität Wuppertal frei nachprüfbar, Vollziegel und Gipskarton nur in der Norm. Für den Nachweis zählt immer der Wert aus Zulassung oder Leistungserklärung des eingebauten Produkts.

Quellen: Kalksandstein-Planungshandbuch Kapitel 10 (Stand 01/2018), Tafel 3 (geprüft am 10.10.2026); ROCKWOOL Fixrock 035, Produktseite mit Datenblatt (geprüft am 10.10.2026); DIBt, allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-33.47-998 (EPS-Fassadendämmplatten) (geprüft am 10.10.2026); BACHL PUR/PIR Dämmplatte Alu, Produktdatenblatt (geprüft am 10.10.2026); STEICOtop, Technisches Merkblatt (geprüft am 10.10.2026); Wienerberger Poroton Plan-T12, Datenblatt (geprüft am 10.10.2026); Ytong ThermStandard Jumbo Planblock PP2-0,35, Datenblatt (geprüft am 10.10.2026); Bergische Universität Wuppertal, Übungsblatt U-Wert-Ermittlung (Bemessungswerte nach DIN V 4108-4) (geprüft am 10.10.2026).

Häufige Fragen

Wie rechne ich den U-Wert aus?
Jede Schicht hat den Widerstand R = d ÷ λ, Dicke in Metern durch Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K). Die Summe aller R plus Rsi und Rse ist der Wärmedurchgangswiderstand RT; der U-Wert ist 1 ÷ RT in W/(m²·K). Beispiel: 14 cm EPS 035 haben R = 0,14 ÷ 0,035 = 4,0 m²·K/W; mit Rsi 0,13, Rse 0,04 und einer 24-cm-Ziegelwand (0,30) wird RT rund 4,5 und U rund 0,22. Kleiner ist besser.
Was ist ein guter U-Wert?
Gut ist, was unter der Förderschwelle liegt, denn die liegt unter dem Gesetz: Außenwand höchstens 0,20, Dach und oberste Geschossdecke 0,14, Kellerdecke und Bodenplatte 0,25 W/(m²·K) (BEG EM). Das Gesetz verlangt bei der Sanierung 0,24, 0,24 und 0,30 (GEG Anlage 7); das Referenzgebäude für den Neubau rechnet mit 0,28, 0,20 und 0,35 (Anlage 1). Eine ungedämmte 36,5-cm-Ziegelwand liegt bei rund 1,5, eine ungedämmte Betondecke zum Dachboden über 4.
Wie viel Dämmung für U-Wert 0,14?
Mit Mineralwolle oder EPS der WLS 035 rund 25 cm Dämmung: 25 cm beim Dach (Rsi 0,10), 24 cm vor einer 24-cm-Ziegelwand. Mit grauem EPS 032 sind es 22 bis 23 cm, mit PUR/PIR 023 etwa 17 cm, mit Holzfaser 045 über 30 cm. Beim Sparrendach kommt der Sparrenanteil dazu, deshalb wird 0,14 dort meist mit Zwischen- plus Aufsparrendämmung erreicht. Alle Werte homogen nach DIN EN ISO 6946 gerechnet, mit diesem Rechner.
Gibt es einen kostenlosen U-Wert-Rechner?
Ja, diesen: kostenlos, ohne Anmeldung, die Eingaben bleiben im Browser und stehen in der Adresszeile, so lässt sich ein Ergebnis per Link teilen. Er rechnet bis zu acht Schichten für neun Bauteile von der Außenwand bis zur Kellerdecke, nimmt eigene λ-Werte und Holzanteile, rechnet rückwärts auf einen Ziel-U-Wert und vergleicht mit GEG und BEG. Was er nicht ersetzt: den Nachweis nach GEG durch den Energieeffizienz-Experten, der Wärmebrücken und inhomogene Schichten einrechnet.
Welchen U-Wert muss eine Außenwand haben?
Wer eine Bestandswand dämmt, muss nach GEG Anlage 7 auf höchstens 0,24 W/(m²·K) kommen; die BEG-Förderung verlangt 0,20. Das Referenzgebäude für den Neubau rechnet mit 0,28. Ist die Dämmstärke technisch begrenzt, gilt die höchstmögliche Dicke mit λ ≤ 0,035 als erfüllt (Fußnote 1 der Anlage 7).
Welchen U-Wert muss ein Dach haben?
0,24 W/(m²·K) nach GEG Anlage 7 für Dachflächen gegen Außenluft und für oberste Geschossdecken gegen unbeheizte Dachräume; 0,20 für Flachdächer, bei denen nur die Abdichtung erneuert wird. Die BEG-Förderung verlangt 0,14 für Schrägdach, Flachdach und oberste Geschossdecke, 0,20 für Dachgauben.
Welchen U-Wert muss die Kellerdecke haben?
0,30 W/(m²·K) nach GEG Anlage 7 für Decken, die beheizte Räume nach unten gegen Erdreich oder unbeheizte Räume abgrenzen, ebenso für Wände gegen Erdreich oder unbeheizte Räume. Wer nur den Fußbodenaufbau auf der warmen Seite erneuert, muss 0,50 erreichen. Die BEG-Förderung verlangt 0,25. Mit 18 cm Stahlbeton reichen dafür 9 cm PUR/PIR 023 oder 13 cm EPS 035.
Wie dick muss die Dämmung sein?
Bei WLS 035 bringen 14 cm rund 4,0 m²·K/W und damit mit einer Ziegelwand einen U-Wert um 0,22. Für 0,20 sind 16 cm nötig, für 0,15 etwa 22 cm, für 0,14 rund 24 cm. Die Tabelle beim Abschnitt Außenwand nennt die Dämmstärken für drei Dämmstoffe; ändern Sie die Dicke im Blatt und lesen Sie die Zeile.
Wie rechne ich ein Sparrendach mit dem U-Wert-Rechner?
Bauteil „Dach“ wählen, die Dämmung zwischen den Sparren als Schicht eintragen und bei dieser Schicht den Holzanteil setzen: Sparrenbreite geteilt durch Sparrenabstand, bei 8 cm auf 70 cm also rund 11 %. Das Blatt rechnet dann nach DIN EN ISO 6946 Abschnitt 6.2 mit oberem und unterem Grenzwert und zeigt beide; der U-Wert ist das Mittel. Eine Aufsparren- oder Untersparrendämmung ohne Holz kommt als eigene Schicht mit 0 % dazu.
Warum weicht der Wert vom Energieberater ab?
Der Nachweis rechnet Wärmebrücken an Anschlüssen, Dübel und Befestiger nach DIN 4108 Beiblatt 2 und DIN EN ISO 6946 Anhang F ein und nutzt die Bemessungswerte der jeweiligen Zulassung. Das Blatt rechnet den flächigen Aufbau, mit Holzanteil auch den inhomogenen; Anschlüsse und Befestiger bleiben Sache des Nachweises.

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